Bin ich geeignet?

Viele orientieren sich bei der Berufswahl an ihren Stärken in bestimmten Schulfächern. Aber lass dich nicht irritieren: Es ist die Kombination aus verschiedenen Teilbereichen, die in vielen Berufen maßgeblich ist. Gerade als Verkehrsplaner/-in hast du einen sehr vielschichtigen Beruf und profitierst von deinem Wissen aus unterschiedlichen Schulfächern.

Deine Fähigkeiten als Schüler/-in

Dein Lieblingsfach: Durchblick!

Klare Sache: Gute Noten sind immer wichtig, aber längst nicht alles. Wenn du dich für die folgenden Bereiche wirklich interessierst, ist alles möglich.

Deutsch

Reden, überzeugen, präsentieren, moderieren – ein gutes Sprachgefühl verschafft dir später den Zugang in Bürgerschaften, Politik und Initiativen.

Mathematik

Gutes, solides Wissen ist zwar von Vorteil, du musst aber keinesfalls ein Mathegenie sein. Ein sicherer Umgang mit statistischen Methoden ist ebenfalls nützlich.

Kunst

Ein "Blick" für Gestaltung, Design und Grafik erleichtert dir den Entwurf und die Möblierung von Straßen und Plätzen, Haltestellen und anderen Verkehrsanlagen im öffentlichen Raum.

Geografie

Die Zusammenhänge in der Welt zu verstehen hat dich immer schon interessiert? Prima, im Verkehrswesen verbindest du „Stadt, Land, Fluss“ und beschäftigst dich mit aktuellen Themen wie Klimawandel, Urbanität, Trends und vielem mehr.

Informatik

Wissen über Datenstrukturen, Algorithmen oder Programmiersprachen erleichtert den Zugang zu den informationstechnischen Studieninhalten. Wenn du kein Vorwissen hast – kein Problem, die wichtigsten Programme lernst du im Rahmen des Studiums.

Für Verkehrsplaner/-innen der Zukunft sind folgende Fähigkeiten ideal:


Ganzheitliches Denken


Du siehst von Natur aus immer über
den Tellerrand hinaus, hast vieles
im Blick und gleichzeitig auch das
große Ganze vor Augen? Ausgezeichnet!
Denn Mobilität heute
besteht nicht nur im komplexen
Zusammenspiel sehr unterschiedlicher
Verkehrsträger, sondern wirkt
auch zusammen mit Stadtplanung,
Ökologie, Klimaschutz, Gesundheit und vielem mehr.


Flexibilität


Verkehrsplanung ist kein Job von
der Stange. Fristen und spezifische
Prioritäten für Projekte ändern
sich häufig. Das heißt, flexibel sein,
Abläufe ändern und Arbeitsschritte
spontan anpassen zu können und
bei all dem den großen Plan und
den roten Faden des Projekts nicht
zu vergessen.


Analytische Fähigkeiten


Umweltstudien, Verkehrsstudien,
Forschungsberichte etc. werden
deine ständigen Begleiter sein.
Erfahrungen mit statistischen
Methoden, aber insbesondere die
Fähigkeit, die wesentlichen Informationen
daraus zu extrahieren,
solltest du mitbringen.


Führungsqualitäten


Als Verkehrsplaner/-in bist du bei
Projekten oft die/der Ansprechpartner/-
in. Coaching und Anleitung
von internen und externen
Mitarbeiterteams gehört zu deinen
Führungsaufgaben.


Kommunikationsfähigkeit


Der Dialog mit Behörden, der
Öffentlichkeit, der Geschäftswelt,
Initiativen und Mitgliedern gewählter
Räte und Gremien, dem Stadtrat
und den politischen Parteien ist Teil
deiner Aufgabe. Vor und mit Menschen
deine Ideen zu präsentieren
und mit ihnen in einen Dialog zu
treten sollte dir Spaß machen; dabei
wäre eine gute Portion Eloquenz
ideal.


Beratungstalent


Verkehrsplanung bringt Menschen
unterschiedlicher Berufe, Meinungen
und Interessen zusammen. Argumentieren,
diskutieren, abwägen
und vermitteln gehört folglich zu
deinem Job. Kompromissfähigkeit,
Empathie und Toleranz machen es
dir darüber hinaus definitiv leichter.

Spaß im und am Beruf als Verkehrsplaner/-in

Macht das eigentlich Spaß?

Nicht von der Hand zu weisen: Der Job als Verkehrsplaner/-in ist ein sicherer Job mit Zukunft. Ganz gut bezahlt wird die Planerarbeit außerdem noch.

Die Ausbildung an den Universitäten und Hochschulen in Deutschland ist sehr gut. Da der Fachkräftemangel immer noch nicht ausgeglichen ist, wird auch die Suche nach einem Arbeitsplatz kein Problem sein. Verkehrsplaner/-innen werden meist schon im Studium mit Angeboten überhäuft. Also alles bestens – ausreichend Gründe für ein „Yes“ zum Studium Verkehrsingenieurwesen, oder?

Die Antwort ist kurz und knapp: Nein!

Spaß in Studium und Beruf

Bitte berücksichtige bei deiner Entscheidung, dass du später viel Zeit deines Lebens mit genau dieser Art der Arbeit verbringen wirst. Möchtest du jeden Morgen aufstehen und dich schweren Herzens zur Arbeit schleppen, nur weil du dort für die nächsten 20 Jahre sicher bist? Oder weil deine Eltern dir damals dazu geraten haben?

Du solltest viel Freude und großes Interesse an den Themen deines Berufsfelds haben. Sicherlich geht niemand jeden Tag gut gelaunt zur Arbeit und alles klappt immer perfekt. Aber bei deiner Suche nach dem richtigen Job sollten Freude und Interesse stets überwiegen.

Kreativität trifft Planung

Glücklicherweise sind die Verkehrswissenschaften vielfältig, sodass du in unzähligen Bereichen dein Glück finden kannst. Und es gibt noch einen weiteren Vorteil: Verkehrsplanung ist Innovation und Weiterentwicklung. Du erlebst ständig neue Herausforderungen – Idealismus gepaart mit einer Prise Mut ist also ein gutes Rezept.

Durch neue Projekte wirst du regelmäßig vor neue Aufgaben gestellt – Langweile und Einheitsbrei sind in diesem Job ein Fremdwort.

Abgesehen davon kannst du durch deine Arbeit die Zukunft aktiv mitgestalten. Ob durch ein effizienteres Verkehrsnetz oder durch neue Planungsideen – die urbane Mobilität befindet sich im schnellen Wandel. Als Verkehrsplaner/-in hast du die Chance, diesen Wandel mitzubestimmen.