Karrieremesse Dortmund: Stuzubi Jobmesse – Verkehrsplanung im JobSlam
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Wie entwickelt sich ein Land, eine Region oder eine Stadt? Wo sollen Menschen leben, arbeiten, sich erholen oder sich bewegen? All diese Fragen gehören zum Feld der Raumplanung. Einem der zentralen strategischen Werkzeuge, um unsere gebaute und natürliche Umwelt zukunftsfähig zu gestalten. Viele kennen die Stadtplanung oder die Verkehrsplanung.
Doch weniger bewusst ist, dass beide Bereiche Teil eines größeren Ganzen sind: der Raumplanung. Dieser Artikel zeigt dir, wie Raumplanung als übergeordnete Disziplin funktioniert, warum sie so wichtig ist und wie du über ein Raumplanung Studium oder einen verwandten Abschluss, z.B. ein Studium in der Stadtplanung, in dieses spannende Berufsfeld einsteigen kannst.
Raumplanung ist die koordinierende und langfristig orientierte Planung der räumlichen Entwicklung. Sie betrachtet nicht nur einzelne Städte, sondern ganze Regionen und sogar ganze Länder. Ihr Ziel ist eine geordnete, nachhaltige und ausgewogene Raumnutzung.
Während Stadtplanung meist auf Quartier- oder Stadtebene arbeitet und Verkehrsplanung sich auf Mobilitätssysteme konzentriert, sorgt die Raumplanung für den übergeordneten Rahmen:
- Wo entstehen neue Siedlungsflächen?
- Welche Regionen sollen wirtschaftlich gestärkt werden?
- Wo müssen Natur- und Landschaftsräume geschützt werden?
- Wie verbinden wir Städte so, dass Mobilität nachhaltig bleibt?
Raumplanung ist damit das „große Ganze“, in das sowohl Teile aus dem Studium der Stadtplanung als auch Verkehrsplanung eingebettet sind.
Die Bundesraumordnung legt bundesweite Ziele und Leitbilder fest. Dazu gehören:
- Gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen
- Schutz von Natur- und Kulturlandschaften
- Sicherung wichtiger Infrastrukturen
- Förderung nachhaltiger Mobilität
Diese Vorgaben sind nicht kleinteilig, aber sie geben eine klare Richtung vor. Zum Beispiel, wo Verkehrsachsen priorisiert oder wo sensible Regionen geschützt werden müssen.
Jedes Bundesland hat eigene räumliche Herausforderungen. Die Landesplanung erstellt daher:
- Landesentwicklungspläne
- Vorrang- und Vorbehaltsgebiete
- Grundsätze zu Wohnen, Arbeiten, Verkehr und Energie
Hier werden zum Beispiel Standorte von Windenergieanlagen festgelegt oder regionale Verkehrskorridore definiert.
Die Regionalplanung übersetzt landesweite Vorgaben in konkrete Entwicklungsstrategien für Regionen wie Metropolräume oder Landkreise. Zu den Aufgaben gehören unter anderem:
- Festlegung von Siedlungsachsen
- Planung regionaler Gewerbeflächen
- Abstimmung von Verkehrs- und ÖPNV-Strukturen
- Entwicklung von Naherholungsgebieten
In der Regionalplanung kommen Stadt- und Verkehrsplanung besonders häufig zusammen, weil hier die räumlichen Auswirkungen konkret sichtbar werden.
Ein zentrales Feld der Raumplanung ist die Frage: Wie bewegen sich Menschen durch den Raum und warum?
Mobilität ist einer der wichtigsten Faktoren, der die räumliche Entwicklung prägt. Umgekehrt beeinflusst die Raumentwicklung, wie gut Mobilität funktioniert. Deshalb arbeiten Raumplaner:innen und Verkehrsplaner:innen eng zusammen.
Ohne funktionierende Verkehrsplanung können räumliche Ziele nicht erreicht werden und umgekehrt. Hier zeigt sich die Raumplanung als integratives Dach, das Verkehrsplanung, Stadtplanung, Landschaftsplanung und Wirtschaftsentwicklung miteinander verbindet.
- ÖPNV-Korridore: Raumplaner:innen definieren Entwicklungsachsen, Verkehrsplaner:innen gestalten Bus- und Bahnangebote.
- Siedlungsflächen: Wo neue Wohngebiete entstehen, müssen Verkehrsplaner:innen prüfen, wie sie erschlossen werden können.
- Gewerbe- und Logistikstandorte: Raumplaner:innen legen Standorte fest, Verkehrsplaner:innen kümmern sich um Erreichbarkeit und Verkehrsfolgen.
- Regionale Mobilitätsstrategien: Beide entwickeln gemeinsam Konzepte für Radverkehr, Regionalbusse, Bahnverbindungen oder multimodale Knotenpunkte.
Wer die großen räumlichen Zusammenhänge verstehen und aktiv gestalten möchte, findet über ein Studium in der Raumplanung einen direkten Weg in dieses Berufsfeld.
Das Studium ist interdisziplinär aufgebaut und verbindet technische, wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte.
Typische Inhalte sind u. a.:
- Raumordnung & Regionalplanung
- Städtebau & Stadtentwicklung
- Verkehrs- und Mobilitätsplanung
- GIS & raumbezogene Datenanalyse
- Umwelt- und Landschaftsplanung
- Beteiligungsprozesse & Governance
Als einzige Universität in NRW mit einer eigenen Fakultät für Raumplanung zählt die TU Dortmund zu den renommiertesten Adressen in Deutschland. Das Studium bietet starken Praxisbezug und zahlreiche Spezialisierungsmöglichkeiten.
Mehr Infos zur Fakultät und zum Studium findest du direkt auf der Website der TU Dortmund
Ein verwandtes Studium in NRW findest du aber auch an der TH Köln: “Raumentwicklung und Infrastruktursysteme”
Dieser Studiengang verbindet Städtebau, Raumplanung und Nachhaltigkeit direkt und ist ideal, wenn du planerische Breite suchst.
Alle Informationen dazu findest du direkt hier.
Starker Fokus auf Umweltfragen, Regionalentwicklung und räumliche Strategien. Auch die TU Kaiserslautern bietet umfangreiche Informationen zum Studium direkt auf ihrer Website.
Diese Hochschulen vermitteln sowohl klassische Raumplanung als auch Elemente des Studiengangs der Stadtplanung, sodass du später problemlos in Stadtplanung, Verkehrsplanung oder Regionalentwicklung einsteigen kannst.
Stadtplanung fokussiert sich auf Städte, Verkehrsplanung auf Mobilitätssysteme. Die Raumplanung wiederum sorgt dafür, dass beide fachlich abgestimmt und langfristig aufeinander ausgerichtet sind.
Sie schafft den Rahmen, in dem städtebauliche Visionen und Mobilitätsstrategien gemeinsam funktionieren können.
Festlegung neuer Siedlungsschwerpunkte
→ Verkehrsplaner:innen entwickeln passende ÖPNV-Anbindung
Strukturierung von Gewerbegebieten
→ Verkehrsplaner:innen planen Logistikrouten
Schutz landschaftlicher Räume
→ Stadtplaner:innen entwerfen kompakte Siedlungsformen
Entwicklung regionaler Mobilität
→ Stadtplaner:innen gestalten lokale Schnittstellen im Stadtraum
Raumplanung sorgt dafür, dass aus vielen Einzelmaßnahmen ein stimmiges Gesamtbild entsteht.
Ein großer Vorteil der Raumplanung ist ihre Vielseitigkeit. Raumplaner:innen arbeiten unter anderem in:
- Regionalen und landesweiten Planungsbehörden (inkl. Ministerien)
- Kommunen und Stadtentwicklungsämtern
- Verkehrs- und Mobilitätsorganisationen
- Umwelt- und Naturschutzakteure
- Wirtschaft, Forschung und Beratung (Energie-/Beratungsbüros, Unis)
Die Nachfrage ist hoch, besonders in Bereichen wie nachhaltige Mobilität, Energiewende, Klimaanpassung und Regionalentwicklung.
Bleib dran, wenn du den großen Überblick suchst, könnte die Raumplanung genau dein Weg sein.
Falls du aber andere Möglichkeiten in die Verkehrsplanung suchst, haben wir hier einen Überblick für dich, welche Wege du gehen kannst!
Raumplanung betrachtet große räumliche Zusammenhänge auf Landes- und Regionalebene. Stadtplanung fokussiert einzelne Städte oder Quartiere, während Verkehrsplanung Mobilitätssysteme und Verkehrsnetze gestaltet. Raumplanung bildet das übergeordnete Dach.
Bekannte Hochschulen sind zum Beispiel die TU Kaiserslautern (Raum- und Umweltplanung) und die Universität Kassel (Stadt- und Regionalplanung). In NRW ist die Anlaufstelle für das Studium Raumplanung die TU Dortmund.
Eine Karte mit allen Unis und Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, um Verkehrsplaner:in zu werden, findest du hier.
Raumplaner:innen definieren langfristige Entwicklungsziele und Standorte. Verkehrsplaner:innen entwickeln darauf abgestimmte Mobilitätslösungen. Gemeinsam entstehen regionale Mobilitätsstrategien, ÖPNV-Konzepte oder Standortentscheidungen.